Moppel. Dick. Fett.

Wie du definitiv NIE abnimmst

 

Tina mag ihre Augen. Sehr sogar. Und ihre Haare, weil sie eine so schöne Farbe haben. Das ist alles, was Tina an sich selbst gefällt. Bei unserem Termin spricht Tina ganz nüchtern über sich und ihren Körper, als gehöre er gar nicht zu ihr.

„Anders kann ich es nicht mehr ertragen. Bis jetzt hat nichts was ich ausprobiert habe geholfen“ meint sie.

 

Tina ist Mitte 40 und stark übergewichtig. 93kg bei 1,70m Körpergröße. Als ich mir schwer übergewichtig notiere, lacht sie bitter auf – FETT soll ich schreiben, alles andere wäre nicht richtig. Der Kummer sitzt tief.

 

Ihre Geschichte ist eine, wie ich sie leider schon unzählige Male in ähnlicher Form gehört habe:

 

Als Kind schon leicht moppelig, als Teenager dick und jenseits der 20 nur noch „zu viel“. Hänseleien, traurige und mitleidige Blicke von Anderen, offene Feindseligkeit auf der Straße. Jeder Gang in der Öffentlichkeit ein Spießrutenlauf. „Gefühlt starrt einen jeder an.“

 

„Natürlich sieht man nur noch die dünnen, schlanken Frauen. Die perfekten. Die, die alles anziehen und essen können, während man selbst schon vom Möhrengrün noch dicker wird.“ Von schöner Kleidung will sie gar nicht sprechen. Der Blick in den Spiegel? „Bloß nicht! Allein der Gedanke daran jagt mir Angst ein“.

 

Tina ist verbittert. Jede verflixte Diät hat sie ausprobiert, Sport gemacht, Ernährungsumstellung – aber wirklich gar nichts wollte die Kilos schmelzen lassen, berichtet sie jetzt unter Tränen. Eigentlich sei sie gesund, sagen die Ärzte. Ist wohl die Genetik, da kann man nichts machen. Mit unterdrückten Schluchzern erzählt sie von ihren diversen Arztbesuchen und deren resignierten Schulterzucken.

 

„Warum nur gerade ich?“ fragt sie sich ständig.

 

An Informationen habe ich jetzt erstmal genug und frage Tina, ob ich für sie mal einen Blick in ihren Geist-Seelischen Bereich und die dortigen Programmierungen werfen soll.

Öfter als uns allen bewusst und lieb ist, sind es nämlich irgendwelche alten Befehle, die weiterhin fröhlich ihren Dienst tun, weil sie nie aufgelöst wurden. Tina bejaht dankbar.

 

In Tinas Beisein bitte ich meine Engel um Unterstützung und verbinde mich mit Tinas Seele, um eventuell gespeicherte Altlasten abzufragen, die die Ursache von ihrem Übergewicht sein könnten. Recht schnell werde ich in ihrem Emotionalkörper fündig und auch im Mentalkörper stoße ich auf Befehle, die vor langer Zeit dort programmiert wurden.

In ihrem Fall reichen die Programmierungen sehr weit zurück: Tina hatte das „Glück“ in mehreren Leben hintereinander regelrecht zu verhungern. Mit ihr, ihre Familie und das gesamte Dorf. Ein ums andere Mal ein furchtbares Erlebnis.

 

Auch wenn es für uns heute kaum noch vorstellbar ist, aber Jahrhunderte lang  mussten viele arme Menschen durch Hunger, Not und Elend sterben. Wer sich in das Gefühl des Verhungerns hineinversetzt, kann bestimmt sehr gut nachvollziehen, dass so eine Erfahrung definitiv gespeichert wird. Im Emotionalkörper als Gefühl und Erfahrung, während Gedanken und Wünsche im Mentalkörper gespeichert werden. 

 

Mehrfach hatte Tina in ihren vergangenen Leben das Fülle-Programm bei sich aktiviert und nicht wieder gelöscht. Naja, wer denkt schon in der Stunde des Todes, wenn man vor Hunger Qualen leidet nicht an Essen, sondern daran Befehle aufzulösen? Ich möchte behaupten, die wenigsten. Nach meiner Erfahrung kümmern sich nur diejenigen um eine Löschung, die wissen, dass der Mensch ständig wiedergeboren wird und dabei stets alle (wirklich alle!) seine gespeicherten Muster, Programme, Befehle usw. mit sich herum trägt. 

 

Ein Fülle-Muster in Zeiten von Hunger und Not macht ja definitiv Sinn. Nur, im heutigen Zeitalter, in einem Lebensumfeld mit Überangebot an Essen? 

Was einst hilfreich war, wird nun zum Problem.

 

Tina hatte in jedem Fall genug von ihrem Programm und wollte es so schnell wie möglich bereinigen.

Wir machten daraufhin zusammen das Ablösegebet für den Emotionalkörper und gleich darauf für den Mentalkörper. Da Tina ihren Körper regelrecht hasste, sprachen wir im Anschluss noch ein Verzeihungsgebet für ihren Körper

Das ist in solchen Fällen besonders wichtig, nachdem der Körper so viele Jahre nur Ablehnung erfahren hat. Wir vergessen so gerne, dass unser Körper keine Maschine, sondern ein Lebewesen ist. Zusammengesetzt aus Millionen kleiner Körpergeister und der nebenbei erwähnt, als Geschenk behandelt werden sollte – nicht als Fußabtreter. Ich legte Tina ans Herz das Körpergebet von nun an jeden Tag zu sprechen und zu versuchen immer mehr Liebe für sich selbst zu empfinden. Ihr Körper wird es ihr danken.

 

Ein Jahr später hörte, bzw. las ich wieder von Tina. Ich bekam eine lange Dankes-Email mit Foto, auf dem ich sie ehrlich gesagt gar nicht sofort erkannte. Mit normaler Figur und bomben Ausstrahlung lächelte sie in die Kamera. Sie schrieb, dass es ihr erst gar nicht so leicht fiel das Körpergebet täglich zu sprechen, geschweige denn ihren Körper lieb zu haben. Aber Tina blieb hartnäckig und ab der zweiten Woche ging es von Tag zu Tag leichter. Nach ein paar Wochen fingen die ersten Kilos bereits zu purzeln an und zwar ohne hungern zu müssen. Heute sei sie um 29kg leichter, glücklich mit ihrem Körper und unendlich dankbar. Soweit mir bekannt, ist das auch nach 2 Jahren so geblieben.

 

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